Citycheck Große Straße
Aus den Archiv der alten Webseite vom: 10.03.2011
Hier ist der Text mit korrigiertem Lesefluss und sinnvoll gesetzten Absätzen:
Wer wird Millionär? Hier die letzte und alles entscheidende Frage: Was bedeutet eine durchgezogene Mittellinie – Tempolimit – verkehrsberuhigte Zone?
Ich muss wenigstens mit einem Reifen immer die Linie treffen;
20 km/h pro Autoinsasse – wie gut, dass ich den Wagen voll habe;
Zone? Hieß das nicht später DDR?
Ich gehe in Deckung, denn ich fahre auf der Großen Straße in Vechta.
Hieße ich Jauch, müsste ich fragen: Sind Sie sicher, dass es Antwort 1 ist? Aber ich bin nicht Herr Jauch, ich bin ein Bürger Vechtas, habe die Grundausbildung bei der Bundeswehr gemacht und dort insgesamt 15 Monate gedient (ja, so alt bin ich schon). Und diese Ausbildung hilft mir heute, wenn ich die Große Straße überqueren möchte. Denn manchmal habe ich das Gefühl, dass es besser gewesen wäre, ich wäre auf der anderen Seite geboren worden. Als Radfahrer ist es noch gefährlicher, denn die durchgezogene Mittellinie darf von Kraftfahrern nicht überfahren werden, auch beim Überholen eines Radfahrers nicht. Tja, so steht das in der Straßenverkehrsordnung (StVO), die in der gesamten Bundesrepublik gilt.
Aber wir befinden uns im Jahre 2011 n. Chr. In ganz Deutschland gilt die Straßenverkehrsordnung ... Ganz Deutschland? Nein! Eine von unbeugsamen Verkehrsteilnehmern bevölkerte Kreisstadt hört nicht auf, der Vorschrift Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Fußgänger und Radfahrer, die als Gäste und Kunden aus den umliegenden Gemeinden oder aus der Kreisstadt selber stammen. An die Begrenzung auf 20 km/h hält sich kaum ein Kraftfahrer, die durchgezogene Linie wird nicht einmal als gut gemeinter Vorschlag angesehen, sie wird schlichtweg ignoriert. Radfahrer weichen aus Angst auf die Gehwege aus, Fußgänger drücken sich in die Geschäftseingänge.
Regelverstöße und Ordnungswidrigkeiten, wohin das Auge blickt. Kontrollen müssen her und es muss Ordnung geschaffen werden. Wenn wir es uns schon leisten wollen, die Innenstadt mit Verkehr zu belasten, dann aber bitte so, dass es wieder sicher ist, mit dem Rad zu fahren oder als Fußgänger die Straße zu betreten. Spitzengeschwindigkeiten werden auf der Großen Straße vor allem im Dunkeln erreicht, denn dann sieht man die Geschwindigkeitsbegrenzung offenbar nicht mehr. Würde man da einmal einen Abend Geschwindigkeiten kontrollieren, hätte man am Ende die Stadtkasse gefüllt und eine Kiste voller „Lappen“. Aber vielleicht erledigt sich das Thema ja auch bald, wenn die Spritpreise weiter steigen. Wir bleiben dran an dem Thema.