Zukunft Bahnhof und Paulusbastei
Aus den Archiv der alten Webseite vom: 15.03.2015
Wie geht es weiter an Bahnhof und Paulus-Bastei? Seit fast einem Jahr gibt es keine Informationen mehr darüber, wie Fußgänger und Radfahrer nach Schließung des dortigen Bahnübergangs die Geleise überqueren sollen. Am 08.09.2014 sollte ein Gespräch zwischen der Stadt Vechta und der Bahn stattgefunden haben, bei dem die Stadt eine Überführungslösung vorgestellt hat. Über das Ergebnis ist bis heute nichts nach außen gedrungen, und inzwischen scheint das Thema in Vergessenheit geraten zu sein.
Wir FÜR Vechta fragt: Wie lautet das Ergebnis des Treffens? In der Kreuzungsvereinbarung vom Mai 2010 zwischen der Stadt und der DB Netz AG heißt es, dass die Bahnübergänge spätestens drei Monate nach Inbetriebnahme der Brücken (Trog) aufgehoben werden. Bereits in diesem Sommer soll die Entlastungsstraße fertig sein, während für die neue Überführung an der Paulus-Bastei noch keine Entscheidung getroffen wurde. Wegen der hohen Betriebskosten hat die Bahn jedoch ein starkes Interesse an einer schnellen Schließung.
Hier noch einmal die bisher zur Debatte stehenden Modelle für den neuen Übergang:
Variante 0: Ausbau eines Geh- und Radwegs parallel der Geleise mit ebenerdiger Gleisüberführung gegenüber der Bahnhofstraße. Diese Variante wird von der Verwaltung abgelehnt, da der Übergang an der Zitadelle zu schmal für das hohe Verkehrsaufkommen ist.
Variante 1: Unterführung der Geleise und der Straße An der Gräfte. Diese Lösung ist kostengünstiger, wird aber von vielen wegen mangelnder Einsehbarkeit als unsicher empfunden.
Variante 2: Brücke über die Geleise mit Aussichtsplattform und spiralförmiger Anrampung am Bahnhofsgebäude. Dieses Modell wurde lange vom Bürgermeister favorisiert, da es einen städtebaulichen Akzent setzt.
Variante 3: Brücke mit Anschluss an einen Erweiterungsbau des Bahnhofs (Fahrradparkhaus, Café etc.) und Weiterführung über die Straße An der Gräfte bis zum Metropol-Theater. Diese komplexe Lösung hängt von der Einigung mit potenziellen Investoren ab.
Hoffen wir, dass nicht aus Zeitnot wieder die Variante 0 ins Spiel kommt. Bewohner von Vechta-West hätten dann einen Umweg von 800 Metern bzw. eine deutlich längere Gehzeit in Kauf zu nehmen, um die Innenstadt oder den Bahnhof zu erreichen. Ältere und gehbehinderte Mitbürger wären davon besonders betroffen. Die UWG Wir FÜR Vechta hat übrigens einen pfiffigen Vorschlag zur Erreichbarkeit des Bahnhofs und zur Behebung des Fahrradchaos gemacht.